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Neuer Uhrenblog?

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, habe ich diesen Blog eher stiefmütterlich behandelt. Das leigt daran, weil ich einen neuen Uhrenblog unter http://www.uhren-blog.net erstellt habe und alle einlade dort teilzuhaben. Trotzdem werde ich auch diesen Blog noch weiterhin pflegen und freue mich auf reges Feedback.

 Außerdem lade ich euch auch herzlich ein das neue ROLEX-Forum kennenzulernen und entdeckt doch auch unseren Onlineshop für Uhren

18.5.16 17:21


Der Druck der Uhrenmarken auf die Juweliere

Als Verbraucher sieht man oft nur diese unglaublich teuren Uhren in den gut ausgeleuchteten Schaufenstern funkeln und gerade zur Weihnachtszeit scheint nichts leichter zu sein als Luxusuhren namhafter Hersteller zu verkaufen. Doch hinter den Kulissen sieht es oftmals ganz anders aus, denn durch die Luxusgüterkonzerne wird bei den Juwelieren nichts dem Zufall überlassen. Wer als Juwelier eine Marke wie Rolex, Patek Philippe, Cartier oder Marken der Swatch-Group führen möchte, gibt einen großen Teil seiner Freiheit ab, indem er einen Konzessionsvertrag unterschreibt. Das ist dann die Grundlage dafür, dass die Marken erheblichen Druck auf die Juweliere ausüben können und permanent mit dem Entzug der Konzession drohen.

Hier steht nicht nur wie der Konzessionär, sprich der Juwelier, die Ware zu dekorieren hat, sondern auch wo die Uhren zu präsentieren sind und neben welcher anderen Uhrenmarke diese zu stehen hat. Ebenso ist auch die Preisfindung ganz klar diktiert. Sicherlich erklärt jede der Uhenmarken aufrichtig, nur Preisempfehlungen abzugeben, doch sofern man bei einigen Uhrenmarken wie Rolex zu Preisoffensiv die Ware anbietet, droht der Verlust der Konzession. Kontrolliert wird dies oftmals durch die örtlichen Mitbewerber, die sicherlich nicht zögern werden an Rolex heranzutreten, sofern mit zu hohen Nachlässen diverse Uhren verkauft werden. Als Nachweis hierfür reicht dann der Quittungsbeleg. Allerdings verkaufen sich hier gerade die massiven Goldmodelle, die auch sehr Preisintensiv sind nicht ganz so einfach, weswegen dem Juwelier meistens gar keine andere Wahl bleibt. Entweder bietet er diese Uhren, welche er ja bereits selbst gekauft und bezahlt hat, zu günstigeren Preisen an und riskiert in "Ungnade" zu fallen, oder wrd von dem eignen Warenlager erdrückt. Ein Verkauf über das Internet ist bei den meisten Uhrenmarken durch den Juwelier auch nicht möglich.

Auch die jährlichen Messen mit diversen Neuheiten machen es nicht leichter. Hier setzt gerade Cartier seit Jahren die Juweliere verbal massiv unter Druck. Kauft man nicht ausreichend die teuren Goldmodelle der Kollektion, wird damit gedroht, die Konzession zu entziehen, da man so ja der Marke gar nicht würdig sei. Doch sind einige der Uhren annährend unverkäuflich oder passen optisch einfach nicht zu den bestehenden Kunden. Und dieses Verhalten betrifft nicht nur eine der Uhrenmarken, sondern einen Großteil. Da wird der Slogan, "Don't crack under pressure" (Zerbrich nicht unter dem Druck) der Uhrenmarke Tag Heuer zu einer ganz neuen Philosophie. Alleine hier das Gleichgewicht zu halten, zwischen den Anforderungen der Hersteller und der finanziellen Bürde des Warenlagers, ist ein sehr schmaler Grad.

Doch nicht einmal das Design der Geschäftsräume, darf der Unternehmer selbst bestimmen, denn immer öfter möchten die Uhrenhersteller das eigene Design integrieren und verlangen von dem Unternehmer im eigenen Geschäft so genennte "Corner" den Marken zur Verfügung zu stellen. Hier dürfen nur Uhren diesesr Marke, nach Möglichkeit, präsentiert werden. Und um die Umsetzung zu überprüfen, werden die Juweliere dann noch von Testkäufern überprüft. Ist der angebotene Nachlass zu hoch, bringt man den Kunden nicht bis an die Tür oder verkauft man ihm die falsche Uhr, wird das natürlich sofort geahndet. Um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens macht sich dabei niemand Gedanken. wer hier noch auf 3% Skonto bei Vorkasse hofft, wird auch leider enttäuscht. So etwas gibt es in der Uhrenbranche nicht mehr.

Versucht man nun all dies umzusetzen und schafft man das dann auch noch einigermaßen wirtschaftlich, kann es trotzdem passieren, dass aus Eigeninteresse Marken wie Patek Philippe , Cartier oder Omega die Konzession entziehen, um ein paar Geschäfte weiter eine eigene Boutique zu eröffnen.

Und geht man dann abends nachhause, mit der Bürde, alle Mitarbeiter bezahlen zu müssen, ist wahrscheinlich der letzte Gedanke:

"Don't crack under pressure"

20.1.16 17:33


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